Warum wir die Airbnb Initiative von SP und JUSO ablehnen

Es herrscht Wohnungsnot in der Schweiz – das ist unbestritten. In Tourismusregionen ist diese Herausforderung besonders ausgeprägt, da nicht nur Wohnraum für Einheimische, sondern auch Unterkünfte für Gäste bereitgestellt werden müssen.

Wir lehnen die Airbnb Initiative von SP und JUSO entschieden ab.

SP und JUSO missbrauchen die Anbieter von Ferienwohnungen als Sündenböcke für die Wohnungsnot. Dabei wird ausser Acht gelassen, dass nur ein kleiner Teil der Zweitwohnungen via Airbnb oder andere Plattformen vermietet wird.

In Wirklichkeit sind auf dem Bödeli 15% der Wohnungen – das entspricht 1868 Zweitwohnungen gar nicht vermietet, sondern werden ausschliesslich von den Eigentümern privat als Ferienwohnungen genutzt.

Was die Initiative bewirken würde

Das Ziel der Initiative der SP und JUSO ist, dass Wohnungen nur noch 90 Tage pro Jahr vermietet werden dürfen und damit 9 Monate leer stehen.

Dass Reinigungspersonal und die Gästebetreuer:innen 9 Monate pro Jahr ihre Arbeit verlieren, ist den Arbeiterparteien SP und JUSO offenbar egal.

Betroffen sind über 350 Teilzeit-Arbeitsplätze für Reinigungspersonal und Gästebetreuer:innen.

Zahlen und Fakten

Wohnungen in Interlaken, Unterseen, Matten, Wilderswil, Bönigen gesamthaft:

Kategorie Anzahl Anteil
Wohnungen total 12’475 100%
Erstwohnungen 10’270 82,3%
Private Ferienwohnungen 1’868 15,0%
Kurzzeitvermietung (Airbnb etc.) 337 2,7%

Tatsächlich erzeugt die Initiative nichts anderes als kalte Betten in den möblierten Wohnungen:

Das ist alles andere als nachhaltig und schafft keinen neuen Wohnraum, sondern erzeugt Arbeitslose und vermindert die Steuereinnahmen der Gemeinden.

Tatsächlich beinhaltet der Betrieb einer Ferienwohnung einen erheblichen Anteil an Arbeit für Gästebetreuung rund um die Uhr, Reinigung und Bereitstellung der Wohnungen, Wäschewaschen, Gegenstände ersetzen, renovieren usw.

Diese Arbeit ist nicht kostenlos.

Die Einnahmen aus der Vermietung sind nicht einfach „Gewinn“, sondern eine Mischung aus Mieteinnahmen und Arbeitsleistung.

Nach Abzug der Lohnkosten und Unkosten verbleiben für Vermieterinnen und Vermieter normale Mieteinnahmen.

Darum lehnen wir die Airbnb Initiative von SP und JUSO ab.

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